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Vom Reichsgericht zum Bundesverwaltungsgericht inkl. gesetzl. MwSt.,
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Mit dem 1879 begründeten Reichsgericht erhält Leipzig ein prachtvolles Haus. Hier soll die Justiz des noch jungen Deutschen Reichs geeinigt werden. Die kaisertreuen Richter sehen sich zwar als unabhängige Instanz, urteilen aber durchaus im Sinne des Staates. Nach 1918 gerät ihre Unabhängigkeit vor allem in den politischen Prozessen der Weimarer Republik immer mehr ins Wanken. Harten Urteilen gegen Sozialdemokraten und Kommunisten stehen versöhnliche gegen konservative und nationalistische Kräfte gegenüber. Auch der erste Auftritt Adolf Hitlers im Rhöner Reichsprozess ist von dieser Haltung geprägt. Doch nach dem wohl bedeutendsten Prozess seiner Geschichte, dem Reichstagsbrandprozess im Jahr 1933, entziehen die Nazis dem Reichsgericht die Kompetenz für Hoch- und Landesverratsprozesse. Nun sind die Richter vornehmlich mit der Umsetzung der so genannten Rassengesetze beschäftigt. Auch zahlreiche Kollegen finden in Konzentrationslagern den Tod oder werden kalt gestellt. 1945 wird das Reichsgericht ganz aufgelöst, verbliebene Mitarbeiter landen in Internierungslagern. In der DDR beherbergt das Gebäude unter anderem das Museum der Bildenden Künste. Erst 2002 zieht mit dem Bundesverwaltungsgericht wieder ein oberstes Ge- richt hier ein.

"Das Reichsgericht ist geradezu ein Lehrstück für Wandlungen, für Brüche, für Widersprüche in unserer deutschen Geschichte.", so der Schriftsteller Erich Loest im Film.
Laufzeit: 135 Minuten
Tonformat: DD 2.0: Deutsch
Bildformat: 4:3



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