Ein Lesebuch von Stefan Ernsting Das Leben Dean Reeds war reich an Widersprüchen. Die Grenzen zwischen Pop und Propaganda verliefen fließend. 1972 zog er, aus den USA stammend, in die DDR, wo er dem grauen sozialistischen Alltag zu ein wenig Glamour verhalf. Als revolutionäres Vorbild für die Jugend entwickelte er sich zum parteitreuen Bürger, der bei offiziellen Anlässen gern die Faust in die Kamera reckte. Wo auch immer die USA sozialistische Regierungen zu unterwandern suchte, inszenierte sich Dean Reed als Blockadebrecher und unbeugsamer Freiheitskämpfer. 1986 ertrank Dean Reed im Zeuthener See. Die genauen Umstände seines Todes wurden von Erich Honecker persönlich vertuscht. Schon bald kursierten Verschwörungstheorien aller Art. Stefan Ernsting erzählt eine Geschichte, die zwischen amerikanischen Pop-Mythen, Propaganda, politischer Intrige und einem vielfarbigen Privatleben oszilliert. Stefan Ernsting: Der rote Elvis. Das kuriose Leben eines US-Rockstars in der DDR. Taschenbuch, ca. 314 Seiten mit 34 Abb.
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