Die komplette Staffel der Fernsehdokumentation Ausgelöst von Wolfgang Beckers gigantischem Kinoerfolg "Goodbye Lenin" erwachte im Jahr 2003 ein bisher nicht da gewesenes und von fast niemandem für möglich gehaltenes Interesse am Phänomen DDR und das nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Alle Welt scheint zu fragen: Was war das für ein komisches, kleines Land, diese DDR? Wie lebte es sich da? Dieses Interesse und die 15. Jahrestage des Mauerfalls und der deutschen Wiedervereinigung vor Augen, andererseits die hitzigen Diskussionen über die Ostalgie-Shows im Jahre 2003 noch in guter Erinnerung erzählt die 4-teilige ARD-Dokumentation die Geschichte der DDR neu. Im Zentrum der Betrachtung steht dabei der Alltag realsozialistischer Lebensweisen. Das Autoren- und Regieteam ist bewusst eine Mischung aus Ost und West, aus Spielfilm wie aus Dokumentation. Neben spannender Geschichte möchte diese Serie auch künstlerisch, technisch und formal einen neuen Standart dokumentarischer Umsetzung erreichen. Mit den technischen und dramaturgischen Mitteln des Spielfilms wird wir das Genre einer filmischen Dokumentation ausgereizt, ohne es jedoch zu verlassen. Nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 beginnen die spannendsten Monate in der Geschichte der DDR. Eine rasante Zeit für die Deutschen in Ost und West. Eine Zeit wie eine Hochzeit. Mit einem schmucken Bräutigam, einer verschleierten Braut und mit einer unbekannten Mitgift. Polterabend, "Ja"-Wort, Hochzeitsball, Katergefühl und nach dem Rausch die Erkenntnis, von nun an zusammenzugehören - das haben die Deutschen in diesen Monaten erlebt. Drei Fernsehdokumentationen erzählen das letzte Jahr der DDR. Sie setzen die mit dem Adolf Grimme Preis und dem Hans Klein Medienpreis ausgezeichnete Reihe "Damals in der DDR" fort. Geschichten aus dem Alltag beleuchten den Prozess der deutschen Wiedervereinigung. Sie erzählen von Gewinnern und Verlierern in diesem historisch einmaligen gesellschaftlichen Transformationsprozess. Nach dem Mauerfall werden in sehr kurzer Zeit die wichtigsten Weichen für die deutsche Einheit gestellt und damit die Richtung des Zukunftszuges für Deutschland bestimmt. Mit Auswirkungen, die die Deutschen noch heute spüren.
"Damals in der DDR" hat jenseits der hinlänglich bekannten Propagandabilder neue Bildquellen erschlossen. Amateurfilme, Fotos und Dokumente zeigen ein anderes, ein privates Bild der DDR. "Damals in der DDR", eine Koproduktion von MDR, WDR und LOOKS, nimmt den 15. Jahrestag der Wiedervereinigung zum Anlass, die damaligen Ereignisse zu rekonstruieren. "Damals in der DDR" ist mehr als ein Fernsehprojekt, denn es wendet sich multimedial an die unterschiedlichsten Zielgruppen. Ein umfassender Internet-Auftritt (Damals-in-der-DDR.de) liefert vertiefende Zusatzinformationen. Ein Begleitbuch regt zum Nachlesen an. DVD und Hörbucheditionen, koproduziert von MDR- und WDRHörfunk, sollen neugierig machen auf das Leben in der DDR. "Damals in der DDR" ist das Werk eines Teams junger Autoren, Regisseure und Wissenschaftler aus Ost und West. Sie versprechen einen neuen, frischen Blick auf 40 Jahre Leben im Sozialismus.
DVD 1 [01] Aufbruch in Trümmern [02] Neubeginn auf Russisch [03] Utopie hinter Mauern [04] Plan & Pleite DVD 2 [01] Partei ohne Volk [02] Republik am Abgrund [03] Staat am Ende [04] Freiheit ohne Grenzen DVD 3 [01] D-Mark für Alle [02] Vereint für Immer [03] Deleted Scenes [04] Animierte Bildergalerie [05] Titelsong von Udo Lindenberg [06] Outtakes
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